Online ist eine Chance, keine Gefahr
Keine Frage, wenn es um die schnelle Informationsbeschaffung geht, gilt die Devise "Internet First". Wer sich als Printmarke dieser Herausforderung nicht stellt, vergibt zum einen nicht nur erhebliche Erlöspotentiale, sondern verspielt auch die Chance auf eine rosige Zukunft. Schließlich habe der Printmarkt seit dem Jahr 2000 knapp 60 Prozent (!) an Anzeigenseiten eingebüßt, so die Message von Martin Korosec, Gesamtverlagsleiter des Europa-Fachpresse-Verlags, auf dem GOMES. Im Gegenzug liegen beispielsweise die Online-Zugriffe bei den hauseigenen Produkten wie W&V, media&marketing und Kontakter in 2007 um über 50 Prozent über denen des Vorjahres.
Die Aufgabe, die es vor diesem grundlegenden Wandel zu lösen gilt: (Starke) Printmarken müssen auch im Internet das Vertrauen der User bekommen. Dazu müssten sich die Häuser entsprechend aufstellen und redaktionell sowie auf Vermarktungsseite nicht mehr in getrennten Kategorien "online" und "Print" denken und agieren – Stichwort "Crossmedia". Keine Gefahr stellt laut Korosec der aktuelle Blog-Boom und Web 2.0-Hype für die Verlage dar – vorausgesetzt, die Printmarken sind stark genug, um den Lesern bzw. Usern im Internet-Informationsdschungel die entsprechende Orientierung zu bieten.
Artikel aus der Werben & Verkaufen vom 27.04.2007



