Kaum noch Kaufentscheidungen ohne Internet
Immer mehr Menschen machen ihre Kaufentscheidungen nicht mehr nur vom Namen oder Renommee einer Marke abhängig, sondern auch vom Ergebniss ihrer Recherchen im Internet.
Wenn es etwa um Urlaub oder Reisen geht, steht das Internet fĂĽr 69 Prozent der Deutschen an erster Stelle bei der Informationsbeschaffung. FĂĽr den Kauf von MP3-Playern holen sich 60 Prozent, bei Handys 54 Prozent der Deutschen Entscheidungshilfen aus dem Internet. Zu diesen Ergebnissen kommt das Marktforschungsinstitut ACNielsen in seiner Studie "Online Consumer Confindence & Opinion Survey".
Demnach stützen sich 40 Prozent der Deutschen bei der Wahl einer Bank auf das Internet, 38 Prozent vertrauen auf frühere Erfahrungen mit den Geldinstituten. Beim Autokauf hingegen vertrauen die Konsumenten am stärksten ihren eigenen Erfahrungen mit einer Marke: Sie beeinflussen 45 Prozent der Befragten am stärksten, 16 Prozent vertrauen auf die Marke. Bei Mode und Schmuck ziehen die Deutschen den realen Einkaufsbummel dem Shoppen im Netz vor. Dennoch hat das Internet auch in diesem Bereich bereits den zweiten Platz in der Reihe der wichtigen Entscheidungsfaktoren erobert.
Klassische Werbung in TV und Print scheint für die Verbraucher keine besondere Rolle bei ihren Kaufentscheidungen zu spielen. Nur bei Mode meinen die Konsumenten, sich am ehesten von der Werbung beeinflussen zu lassen.Nach Ansicht von Michaela Hockenberger, Director Marketing & Corporate Communications bei ACNielsen Deutschland, täuscht diese Einschätzung jedoch: Für die Konsumenten sei die Werbung mittlerweile so selbstverständlich, dass sie als Entscheidungskriterium nicht mehr wahrgenommen werde und vor allem unbewusst wirke. Sie bleibe für den klassischen Markenaufbau unverzichtbar und dominierend - auch wenn das Internet im Werbemix nicht mehr fehlen dürfe.
Für die Studie wurden im Juni diesen Jahres knapp 23.000 Internetnutzer in 41 Ländern befragt.



